Die Schlüsselrolle des Maschinenbaus bei der Verpackung
Shownotes
Verpackungen sind unverzichtbar für die sichere Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten - und stehen zugleich zunehmend in der Kritik. Zwischen steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen, neuen regulatorischen Vorgaben und wachsendem Wettbewerbsdruck befindet sich die Branche im Umbruch. Die aktuelle Folge des Industrie Podcasts des VDMA beleuchtet mit Judith Binzer, VDMA, und Prof. Dr. Marek Hauptmann, Fraunhofer IVV, warum Verpackungen trotz aller Diskussionen systemrelevant bleiben, welche konkreten Herausforderungen die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) für Unternehmen mit sich bringt und wie moderne Maschinen- und Anlagentechnik dazu beiträgt, Zielkonflikte zwischen Recyclingfähigkeit, Produktschutz und Wirtschaftlichkeit zu bewältigen. Experten aus Industrie und Forschung ordnen ein und geben Einblicke in die strategischen Weichenstellungen der Branche.
Produktion: New Media Art Pictures
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00:00:04: der Industrie Podcast des VDMA.
00:00:10: Verpackung.
00:00:10: Das ist ein Thema, das uns alle betrifft und gleichzeitig auch oft unterschätzt wird.
00:00:16: Denn ohne Verpackungen würde unsere moderne Versorgung gar nicht funktionieren – und trotzdem stehen sie oft stark in der Kritik!
00:00:23: Und genau dieses Spannungsfeld schauen wir uns heute genauer an.
00:00:27: Wir sprechen über Nachhaltigkeit, neue Materialien und die Rolle des Maschinen- und Anlagenbaus wenn es um Verpacking geht, denn der liefert die dafür notwendigen Technologien.
00:00:38: Und zu diesem Thema habe ich zwei spannende Gäste, die ich begrüße.
00:00:41: Judith Binzer Referentin für Verpackungsmaschinen im VDMA-Fachverband Nahrungsmittelmaschine und Verpackungsmaschinen.
00:00:50: Hallo?
00:00:51: Hallo!
00:00:52: Und Professor Dr.
00:00:53: Marik Hauptmann Abteilungsleiter Verpackungen und Verarbeitungstechnologien beim Fraunhofer Institut Für Verfahrenstechnik & Verpacking.
00:01:02: IVV Schönen dass auch Sie dabei sind.
00:01:04: hallo
00:01:05: Ja vielen Dank für die Einladung.
00:01:07: Verpackungen sind gesellschaftlich extrem wichtig, denn ohne Verpackung wäre die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit sicheren Nahrungsmitteln und Medikamenten gar nicht möglich.
00:01:17: Warum sind Verpacking trotz Kritik noch unverzichtbar?
00:01:21: Ja genau wie Sie so schön gesagt haben es besteht an Verpackerung doch irgendwo eine Kritik, die wir alle mit bekommen.
00:01:30: Wir alle kennen die Bilder von Vermüllten Meeren oder Stränden die wir vor allem sehen, aber trotzdem sagen wir mal ohne Verpackungen geht es nicht.
00:01:43: Sie sind unverzichtbar.
00:01:46: Vor allem wenn man sieht dass die Weltbevölkerung nach Bognosen bis zum Jahr zwei Tausend Fünfzig wird sie auf über neun Komma sieben Milliarden Menschen steigen.
00:01:56: so die Menschen müssen alle versorgt werden.
00:01:59: Es besteht zudem vor allem in Entwicklungsländern eine steigende Urbanisierung größere Städte entstehen.
00:02:06: Von daher, es besteht ein hoher Bedarf an hygienisch verarbeiteten und sicher verpackten Lebensmitteln und auch Medikamenten, Pharmazieprodukten vor allem die auch verpackt werden müssen.
00:02:18: Wir haben eine alterne Bevölkerung hier bei uns.
00:02:21: Die Verpackungen schützen Produkte, sie verlängern die Haltbarkeit von Lebensmittlen und verhindern auch die Verschwendung vor allem wenn man jetzt mal auch außerhalb von Deutschland geht in Regionen mit anderen klimatischen Bedingungen, hoher Luftfeuchtigkeit wo es sehr warm ist.
00:02:41: Sie sichern auch wenn man wieder auf Pharma Medizinprodukte schaut vor allem auch Vorfälschungen vor falschen Pharmaziprodukten.
00:02:50: letztendlich sie sind essentiell auch Verpackung für sichere Lagerung und Transport von Waren.
00:02:56: Und hier sind wir wieder auch beim Maschinen- und Anlagenbau.
00:02:59: Wir haben nicht nur die Produkte im Supermarkt sondern auch Transportverpackungen Und die Maschinen- und Anlagenbauer verpacken ihre Komponentenprodukteanlagen, müssen auch verpackt werden.
00:03:10: Und sichern sie vor dem Transport, dass etwas beschädigt wird.
00:03:16: Und zu allerletzt Verpackungen irgendwo transportieren die eine Botschaft.
00:03:21: Und rufen Emotionen beim Verbraucher hervor.
00:03:24: Herr Hauptmann, wenn es um Kritik geht bei Verpackung, geht's immer um Aspekte wie Umweltschutz ... Und Nachhaltigkeit.
00:03:32: Können Sie das näher erläutern?
00:03:33: Und wann gilt denn eine Verpackung als
00:03:36: nachhaltig?".
00:03:37: Ja, das ist ein spannendes Thema.
00:03:39: Kritik beginnt ja immer da wo das Lebensende der Verpackungen eigentlich erreicht ist und die ihre Funktion schon erfüllt hat also Die Funktionen die Frau Binzer gerade eben schon genannt hat Also beim Transport zu schützen Rationell transportieren zu können und dann aber auch Funktion die man nie so sieht als Atmosphären-Schutz beispielsweise zu gewährleisten.
00:04:04: Da schützen wir ja schon die Ressourcen, aber nicht so sehr das was als Packmittel eingesetzt wird.
00:04:11: Das ist ja nur das Mittel zum Zweck sondern da schützen eigentlich die Produkte die da verpackt sind.
00:04:15: und dann beginnt auch die Nachhaltigkeit wenn man sie sehr gut schützt.
00:04:19: Dann haben wir natürlich auch keinen Verlust an Produkten.
00:04:22: und das ist vielleicht das wo man am Thema Nachhaltigkeitsbeginn muss.
00:04:25: Verpackung wird immer gern als Abfall am Schluss gesehen.
00:04:29: Man muss sich dann Gedanken machen, was mit dem Abfall passiert.
00:04:33: Aber das, was sie vorher geleistet hat, dass muss man eben auch in Rechnung stellen.
00:04:37: und wenn man dann Nachhaltigkeit bewertet ist es genau das was man eigentlich machen muss.
00:04:41: Die gesamte Bilanz sich anschauen wie viel habe ich dafür aufgewendetes Produkt zu entwickeln, zu produzieren?
00:04:48: Und was habe ich vielleicht auch an Aufwendungen für die Verpackung gehabt?
00:04:51: Dann habe ich es natürlich erfolgreich Konsumenten an den Lieferketten wiederpart geschickt und alles ist heile geblieben, kann weiterverwendet werden.
00:05:01: Da ist schon viel gewonnen im Sinne der Nachhaltigkeit.
00:05:04: aber wenn es um die Verpackung geht da gibt's natürlich noch ganz andere Themen.
00:05:08: Nachhaltigkeitssäulen orientiert.
00:05:11: man schaut immer als erstes auf die ökologische nachhaltigkeit.
00:05:15: Die steht auch im Vordergrund, weil natürlich die Verpackungsmaterialien dann nie einfach verschwinden wenn man sie irgendwo hinwirft.
00:05:20: Das wissen wir alle das ist bei uns sicher nicht so intensiv.
00:05:23: da sind es eher Sammelsysteme die schon etabliert sind.
00:05:25: an anderen Stellen in der Welt ist das nicht so.
00:05:29: aber selbst wenn man die Sammelsysteme hat ist es eben jetzt zu Tage getreten dass trotz allem es schwierig ist dann wieder ein Wertstoff daraus zu machen.
00:05:36: und da sprechen wir über Kreislaufsysteme und wir sprechen natürlich über die Aufwendungen insgesamt die dann auch in Ökobilanzen zum Beispiel geführt werden können.
00:05:45: Und da hat die Verpackung als Material, weil sie so kurz umtriebig ist und so schnell das Nutzungsende gleich da ist bei einem Auto was man lange gefahren hat.
00:05:55: Da sprechen wir auch darüber was wir damit hinterher machen.
00:05:57: aber das ist eben auch zehn, fünfzehn Jahre schon gefahren.
00:06:00: Die Verpacking ist möglicherweise schon nach ein paar Wochen wieder am Lebensende und muss behandelt werden und deswegen ist es sicherlich sehr im Fokus der Bevölkerung
00:06:10: Wenn es um Nachhaltigkeit geht.
00:06:13: beim Thema Verpackung, kommt auch immer das Wort Rezyklat oder der Einsatz von Rezy klaten.
00:06:19: Das ist auf jeden Fall ein Thema.
00:06:20: Können Sie das erläutern?
00:06:21: Was sind denn Recyklate und warum ist der Einsatz bei Lebensmitteln da so schwierig?
00:06:26: Ja, Rezyklate sagt ein bisschen der Name.
00:06:29: Das kommt vom Recycling im Grunde genommen ganz besonders eigentlich aus der Ecke des Kunststoffes.
00:06:35: Der Kunststoff ist ja das was in der Umwelt nie einfach verschwindet.
00:06:38: deswegen Die Nutzung, die Nachnutzung als sekundär Rohstoff und auch die Betrachtungsweise das Material als Rohstoffquelle im zweiten Nutzungsweg zu sehen eigentlich entscheidend.
00:06:51: Und jetzt mit hinzugekommen und im Fokus in letzter Zeit.
00:06:54: nun ist es aber ein bisschen schwierig wenn wir uns die Sammelsysteme vorstellen.
00:06:58: jeder ist ja von uns Konsument und der sieht die leicht Verpackungs sammlungen im gelben Sack.
00:07:05: da entsteht erstmal eine maximale Mischung.
00:07:07: Also da wird alles was an Produkten entstanden ist.
00:07:10: Jede Spackmittel, das einst auch mal entworfen wurde für ein bestimmtes Produkt und auch ganz unterschiedlich zusammengesetzt sein kann.
00:07:18: es kann unterschiedlicher Kunststoff sein können verschiedene Aditive verwendet werden.
00:07:22: Das kommt in vollständige Mischung.
00:07:25: Und dann ist es natürlich jetzt später für den Sekundär Rohstoff wieder aus der Mischungen die Aufgabe einen hochwertigen Kunststoff zu generieren und das dann als sogenanntes Rettzyklat in den Umlauf zu bringen, mit einer wiederum ganz spezifisch eingestellten Funktion die für die nächste Verpackungsanwendung vielleicht wieder geeignet ist.
00:07:47: Das ist schon schwierig weil wie gesagt in der Mischung.
00:07:49: da sind nicht nur unterschiedliche Kunststoffe, da sind unter Umständen auch Fehlwürfe.
00:07:56: Verbraucher ist zwar nicht derjenige, den ich jetzt hier an dem Prang erstellen will.
00:07:59: Aber es ist auch das am wenigsten kontrollierbare Element in der ganzen Kette.
00:08:04: und es gelingt uns auch nie immer ganz exakt alles wegzuwerfen.
00:08:07: und dann hat man doch mal irgendwie aus versehen was weggeworfen oder manche sind doch vielleicht ein kleines bisschen nie ganz so sensibilisiert was alles in die gelbe Tonne kann und was nicht.
00:08:17: Und dann entstehen Empfehlwürfe und die können auch richtig unangenehme Kontaminanten mit sich, also Nachsicht ziehen und in diesen Kreislauf eintragen.
00:08:26: Diese Kontaminannten sind nicht nur an der Oberfläche sondern die diffundieren regelrecht in den Kunststoff hinein.
00:08:33: Wenn Sie da einmal drin sind, sind sie eben auch ganz schwer im Recycling wieder heraus zu lösen weil das sprechen wir nicht über eine einzelne Substanz, da sprechen wir über Moleküle, einige Molekülen möglicherweise, wenn es gefährliche Substanzen sind nicht drin sein dürfen später in der neuen Nutzung und über ganz viele Substanze.
00:08:52: Und die einfach erst mal alle zu messen das ist schon eine Herausforderung und gleichzeitig natürlich die dann so sauber wieder aufzubereiten dass sie in den Lebensmittelkontakt kommen das ist eine echte Herausforderung.
00:09:03: an anderer Stelle werden ja rezyklate Durchaus schon eingesetzt.
00:09:06: jetzt kann ich mir vorstellen dass jeder Hersteller sich wünscht ne nachhaltige Verpackungen zu nutzen Aber es ist wahrscheinlich am Ende nicht immer so leicht.
00:09:14: Welche Zielkonflikte gibt's denn da?
00:09:17: Ja, gut das beginnt natürlich dabei wenn ich eine Verpackung gestalte dann versuche ich so wenig wie möglich Material als Verpackungsmaterial einzusetzen.
00:09:29: und wenn ich das versuche also ich will ja möglichst wenig Primärrohstoff einsetzen Dann muss ich aber gleichzeitig im Grunde genommen noch immer eine hochwertige Schutzfunktion generieren.
00:09:41: Ganz extrem ist das beim Gasdurchgang.
00:09:44: Wenn man sich das Diffusionsverhalten von Gasen anschaut, dann hängt es ganz einfach an der Dicke des Packstoffs und je dicker er ist und je nach Diffusionseigenschaften kommt ihm mehr oder weniger Atmosphärenaustausch zustande.
00:09:57: und der Atmosferenaustauscht, der sorgt dafür wenn er vorhanden ist dass die Lebensmittel eben beispielsweise schneller schlecht werden.
00:10:03: Und diesen Zeitversatz den braucht man aber für die Lieferkette, aber auch für den Konsumenten.
00:10:08: Und wenn ich die ganz dünn mache, dann brauche ich also ein Material was ganz wenig Gas durchlässt.
00:10:15: Das sind dann die sogenannten Barriere oder Sperrschichten und wenn ich sie aber wiederum verwende, habe ich keinen reinen Kunststoff sondern nutze eine Stoffkombination.
00:10:24: Die ist im Recycling wieder schwieriger zu behandeln.
00:10:27: Also das ist ein Zielkonflikt.
00:10:29: der nächste ist natürlich dass wir wenn es uns gelingt diesen Kreislauf zu gestalten für die Würfe, die trotz allem in die Umwelt gelangen.
00:10:41: Also für all das was der Konsument doch ausversehen in die Umwelt einträgt noch keine direkte Lösung dadurch gefunden ist.
00:10:47: da gibt es immer eine Restmenge die unterschiedlich ausgeprägt bei uns hierzulande vergleichsweise geringen aber sie können das trotzdem sehen.
00:10:54: das gibt schon trotzdem nochmal jemandem der unbedarft etwas wegbürfte oder fällt aus versehen runter oder ähnliches und dafür gibt's natürlich nie sofort ne Lösung.
00:11:02: auch da gibts einen gewissen Zielkonflikt dass eine auf Recycling auszulegen.
00:11:08: Und das andere, wenn es in der Umwelt verschwinden soll, müsste es biologisch abbaubar sein.
00:11:13: Es sind ganz unterschiedliche Kreisläufe die man da betrachten würde.
00:11:17: Das sind zwei Beispiele für Zielkonflikte ne?
00:11:19: Jetzt wird Frau Binsa ab August zwanzigundzwanzig eine neue EU-Verpackungsverordnung für die Branche geben.
00:11:26: was genau ändert sich da
00:11:28: Genau, also wir stehen hier kurz vor, sag ich mal in der Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung auch genannt Packaging and Packaging Waste Regulation die PPWR.
00:11:40: Die ab zwölften August kommt.
00:11:43: letztendlich ordnet diese ganze Thema wie baue ich die Verpackung auf neu?
00:11:51: Also letztendlich die Ziele sind es hier, Abfälle zu vermeiden.
00:11:54: Das Recycling zu stärken und den Einsatz auch von den Rezyklaten, von denen wir eben gehört haben, zu erhöhen, wo's aber auch so schwierig ist das endlich zu gewinnen vor allem auch Sorten reinzugewinnen oder auf Lebensmittel-Echtheit.
00:12:09: Und dass alles auch bei gleichzeitiger Sicherstellung von Produktschutz und Lebensmittelsicherheit also werden hier für ganz EU weit.
00:12:20: letztendlich wird das Thema die Anforderung an die Verpackungen und Verpackungsabfälle harmonisiert.
00:12:26: Es werden jetzt ganz klare Regelungen und Vorgaben gegeben, also ist das Ganze auch ein Teil der europäischen Kreislaufwirtschaftspolitik.
00:12:36: Und letztendling begrüßen wir hier diese Regeln ganz klar weil nebenan diese Regelung oder das Thema Nachhaltigkeit auch dieser Flickenteppich, der ja bisher in den EU-Ländern herrscht, damit behoben werden soll und damit unmittelbar einheitliche Regelungen gelten.
00:12:59: Und einzelne nationale Verpackungsvorschriften abgelöst werden sollen.
00:13:05: Was wir hier aber auch jetzt als VdMA wichtig finden, dass diese Regelungen letztendlich für alle Marktbeteiligten gelten.
00:13:13: Nicht nur in der EU sondern auch außerhalb EU die letztendliche Eroprodukte hier in die EU importieren einführen möchten.
00:13:21: und das ist wieder ein Thema wo es gilt wie wird das eigentlich kontrolliert?
00:13:27: Wer kontrolliert das genau?
00:13:29: Wie wird da drauf geschaut?
00:13:31: Aber letztendlich werden hier sehr umfassende und tiefgreifende Veränderungen für alle Akteure der ganzen Verpackungs-Wertschöpfungskette.
00:13:40: Und Unternehmensbereiche werden mit sich getragen, das ist ein tief greifenden Wandel auch wiederum jetzt nicht nur was die Produkte im Supermarkt betrifft, sondern jetzt komme ich wieder auf dieses Stichwort im Maschinen- und Anlagenbau.
00:13:57: Transportverpackung ist betrift auch den ganzen Maschinenanlagenbau weil sie auch wieder ihre Produkte verpacken, letztendlich auch wieder Ihre Komponentensensoren, Motoren.
00:14:06: es wird alles verpackt.
00:14:08: Letztendlich dieses Thema stichwort BtoB Bereich Business to business, nicht das was sich in supermarkt sondern was ich an meinen Kunden liefere.
00:14:15: Und da gibt's auch ganz klare Vorgaben.
00:14:18: jeder Maschinen- und Anlagenbauer muss sich damit jetzt beschäftigen.
00:14:23: Und so langsam wachen alle auf, und das Ganze ist dann auch wieder mit viel Regularien und Bürokratie verbunden.
00:14:32: Jetzt müssen die Unternehmen im Maschinbau herausfinden welche Rolle es ist.
00:14:38: Die PPWR definiert zum Beispiel verschiedene Rollen.
00:14:41: Ist man Erzeuger?
00:14:42: Ist man Hersteller?
00:14:43: Ist ein Lieferant von Verpackungsmaterial?
00:14:46: Da gibt es noch weitere Rolle.
00:14:48: Verpflichtungen ergeben sich aus der Rolle.
00:14:51: Also es ist auf jeden Fall ein sehr tiefgreifendes Thema, was die Branche auch sehr...
00:14:58: Klingt auf jeden fall ein bisschen komplizierter und wahrscheinlich unterstützt der VdMA da seine
00:15:03: Mitglieder
00:15:03: mit Infos?
00:15:04: Genau wir unterstützen mit Informationen das sind Informationsveranstaltungen.
00:15:09: Wir unterstützen mit Checklisten aber auch mit direkten Beratungsangeboten.
00:15:14: Wie groß und relevant ist der Verpackungsmarkt denn eigentlich global, Herr Hauptmann?
00:15:19: Ja da kann ich was die Zahlen betrifft mich wohlweislich zurückziehen auf das Wissen des VDMA.
00:15:26: Aber ich kann vielleicht mal vorweggeschicken bevor ich die Frau Binzer dann mit großen Augen angucke, was die Zahlen betriffe, was ich vorwegschicken kann, man kann sich das prima vorstellen.
00:15:36: wir haben den Supermarkt erwähnt.
00:15:38: es ist ja nur eine Facette.
00:15:39: Verpackungsmarkt betrifft ja im Grunde genommen jedes Unternehmen, was Warn hin und her schickt.
00:15:45: Also im Prinzip jedes.
00:15:47: Es ist ein so integraler Bestandteil, man hält sich das ganz oft nur nicht vor Augen, dass es an vielen Stellen so ist.
00:15:56: Was immer verschickt wird muss ich jetzt die Frage stellen oder wer immer etwas verschickt, muss ich die Frage stellt?
00:16:01: Muss ich das deklarieren?
00:16:02: Muss eine PPWR-Konformitätserklärung abgeben?
00:16:05: Im Grunde schon!
00:16:07: Und insofern sehr, sehr groß.
00:16:09: Ich kann ihn wie gesagt nicht so gut greifen aber nur wenn man sich das vor Augen hält dann wird es schon deutlich.
00:16:15: Frau Pincer und jetzt schaue ich mal zu Ihnen vielleicht können Sie das sogar in Zahlen noch gut untermarbern?
00:16:19: Wie ich sie kenne ist das so
00:16:22: Genau, danke schön Herr Hauptmann.
00:16:24: Wir haben da einige Zahlen vorliegen.
00:16:26: was den weltweiten Verpackungsmarkt angeht also das auf Daten und Angaben des Marktforschungsinstituts Euro Monitor International belieft sich ja der weltweite Absatz von rein jetzt verpackten Lebensmitteln im Jahr.
00:16:48: Ja, in den Jahren ist es ja im Jahr- und Jahrzehnteil.
00:16:58: Und das betrifft auch die Nahrungsmittel, zum Beispiel Hunde- und Katzenfutter und Getränke.
00:17:08: Ich finde diese Zahl schwer zu fassen.
00:17:12: Das ist wahnsinnig viel!
00:17:15: Jetzt, man will ja irgendwie Verpackungen auch vermeiden oder reduzieren und jetzt gibt es auch neue Regularien.
00:17:22: Weil man sieht das allein bis zu ... Es wird prognostiziert dass bis zum Jahr two-tausend neunundzwanzig der Absatz um elf Prozent sich steigern soll.
00:17:33: ganz einfach weil wir wie am Anfang schon erwähnt wachsende Weltbevölkerung haben und damit auch mehr Bedarf besteht an gewissen Produkten.
00:17:42: schaut man dann auf die Verpackung, was die Materialien angeht.
00:17:47: Davon ist die Hälfte von den Vier-Kommer eins Milliarden Stück Verpackungen über die hälfte allein Kunststoffverpackungen mit zwei Komma sechs Milliarden Stück und die befinden sich auch im Wachstum in der Steigerung.
00:18:01: Es ist so mit weiterhin Kunststoff auch hier das wichtigste Verpackungsmaterial.
00:18:06: Deutsche Verpackingsmaschinen sind international sehr erfolgreich?
00:18:12: Warum ist es eigentlich so?
00:18:14: Ja, die deutschen Verpackungsmaschinen.
00:18:16: Endlich sind die Verpackungsmaschinen und Technologien weltweit sehr gefragt.
00:18:22: Wir exportieren in über hundert Länder.
00:18:25: Und allein Deutschland hatte den größten Exportanteil im Jahr mit zwei Tausendfünfundzwanzig Prozent verpackungsmachinen weltweit.
00:18:36: Im Vergleich zum Vorjahr sind auch die Exporte um sechs Prozent gestiegen.
00:18:43: Was ist jetzt Verpackungsmaschinenbau eigentlich?
00:18:45: Was beinhaltet das alles?
00:18:47: Was gehört dazu, es ist ein breites Spektrum.
00:18:49: Es sind zum Beispiel Füll- und Verschließmaschine, ganze komplexe Verpackunglinien oder halb- und vollautomatisierte Maschinen.
00:18:59: Und vor allem was verpacken die alle?
00:19:01: Sie verpackn kleinste Losgrößen aber auch Riesenmengen an Bombons
00:19:07: z.B.,
00:19:08: es gibt Maschienen, die verpack'n zwei tausend Bombons in der Minute oder ganz.
00:19:14: alle individualisierte Produkte können verpackt werden.
00:19:17: Gerade wenn man in den Süßwaren-Bereich schaut, ist das wirklich hightech.
00:19:22: Deutsche Verpackungsmaschinenbau oder europäischer Verpackungsmaschinenbau ist wirklich highech.
00:19:28: Was zeichnet sie vor allem aus?
00:19:30: Dass Sie hygienisch sicher und zuverlässig verpacken bei Bedarf aufs Millikram genau.
00:19:36: Es ist höchste Flexibilität auch gefragt.
00:19:40: Das heißt auch schnelle... Produkt- und Formatwechsel, dass man zum Beispiel die Größen der Produkten, die es zu verpacken gilt.
00:19:49: Dass sie geändert werden.
00:19:52: Dann auch das Thema Hygiene ist z.B.
00:19:55: sehr wichtig, dass zum Teil steril abgefüllt wird.
00:19:59: Und die Kunden schätzen vor allem auch die Servicequalitäten, die die Hersteller von Verpackungsmaschinen den Kunden anbieten jederzeit endlich vor Ort zu sein und Service anzubieten.
00:20:14: Und Herr Hauptmann, welche Rolle spielt der Maschinenbau bei der Entwicklung nachhaltiger Verpackungslösung?
00:20:21: Also vielleicht kann ich an der Stelle tatsächlich an Frau Binson noch mal ganz kurz anknüpfen weil ich ja Konstrukteur von der Ausbildung her bin.
00:20:30: Ich bin genau in dem Raum aufgewachsen wo die Bonbon-Verpackungsmaschinen so schnell sind auch gekommen sind und es hat mich schon als Kind beeindruckt, wie die technischen Lösungen eigentlich dafür sorgen dass man das mit dem Auge schon gar nicht mehr verfolgen kann was da mit jedem einzelnen Bong-Bong gemacht wird.
00:20:48: Und an der Stelle ist der Maschinenbau glaube ich tatsächlich so innovativ.
00:20:51: Deutschland ist ein Ingenieurland ist ein Konstrukteurs Land kann man eigentlich sagen immer schon gewesen und deswegen ist es natürlich auch eine führende Position die unsere Maschinbauer einnehmen Einfach aus dieser Entwicklungshistorie, die so kreativ und innovativ gewesen ist.
00:21:06: Und jetzt komme ich zu Ihrer Frage zurück... Was passiert denn jetzt eigentlich mit den Maschinen wenn man nachhaltige Verpackungslösungen produzieren wollen?
00:21:14: Wir haben es ja früher auch schon versucht nachhaltigen Verpackungslösungen zu produzieren im Sinne von wenig Materialeinsatz.
00:21:20: das ist nicht neu.
00:21:23: aber jetzt kommen natürlich wieder anders gestaltete Materialien die nicht mehr genau den gleichen Schichtaufbau haben.
00:21:29: Es kommen zunehmend Papiere mit ins Spiel und das sind natürlich Maschinen, die in der Praxis stehen, die sind nie nach fünf Jahren ausgedient sondern die sind dafür gebaut lange zu funktionieren.
00:21:41: und jetzt kommen ganz neue Materialien.
00:21:43: dafür sind sie nicht gebaut worden.
00:21:46: Und wenn man die dann direkt einsetzt, dann sprechen wir über genau dieses Thema Maschinengängigkeit.
00:21:50: Dann treten natürlich Wirkungen auf.
00:21:52: Die sind nie direkt vorherzusehen gewesen für den Konstrukteur aber die muss man jetzt behandeln.
00:21:58: Ja, und da.
00:21:59: das bedeutet im Grunde genommen für die Maschinenbauer jetzt sich ein kleines bisschen mehr zu orientieren.
00:22:05: Was haben denn diese Materialien eigentlich für Eigenschaften?
00:22:08: Man war es ja gewohnt dass Kunststoffe recht klar eingestellte Eigenschaftens beispielsweise haben.
00:22:13: Die konnten auch in gewisser Weise auf die Maschinengepflogenheiten eingehen.
00:22:17: Die wurden von Folienherstellern durchaus auch dahin engineered will ich's mal nennen.
00:22:23: Und jetzt, wenn dann Papier plötzlich kommt was man verarbeiten will das hat ja überhaupt nie die gleichen Dehnfähigkeiten.
00:22:28: Das hat andere Reib-Eigenschaften und das sind natürlich Gegebenheiten.
00:22:32: Die muss man sich jetzt anschauen ob sie in den bestehenden Maschinen angepasst werden können.
00:22:36: Dabei können Maschinbauer natürlich noch ein Stück weit unterstützen.
00:22:39: aber umgedreht stellt man sich natürlich die Frage Was wird denn die Maschine in der Zukunft vielleicht Wie müssen die ausgestattet sein?
00:22:46: Da sind schon ganz neue Prozesse die auch ins Leben berufen werden.
00:22:49: Neue Werkzeugtechnik und ähnliches stellt natürlich auch gerade an der Stelle wieder eine Chance für unseren kreativen Maschinenbau dar.
00:22:56: Was ist denn eigentlich nachhaltiger?
00:22:58: Papier oder Kunststoff?
00:22:59: und wo liegen da jeweils die Stärken und Grenzen, man würde ja vielleicht erstmal so aus dem ersten Reflex heraus sagen, ja Papier ist bestimmt nachhaltig, weil es irgendwie natürlicher wirkt.
00:23:08: aber ich könnte mir vorstellen dass das täuscht.
00:23:11: Ohja, das ist ne ganz schwierige Fangfrage, weil... So pauschal kann man die natürlich nie beantworten.
00:23:17: Das ist später das eine noch, das andere pauschalen Nachhaltiger.
00:23:21: Nachhaltigkeit hatte ich noch nie direkt angedeutet aber es ist immer der ökologische Anteil auf den man schaut.
00:23:27: Es gibt natürlich noch die ökonomische und die soziale Nachhaltigkeite.
00:23:30: Ich bleib aber mal beim Ökologischen.
00:23:32: da fängt es schon an also in der Herstellung der Materialien.
00:23:37: Es hängt ja sehr davon ab welche Verpackungsanwendung ich eigentlich umsetzen will.
00:23:42: Ein Lebensmittel stellt natürlich eine gewisse Herausforderung dar.
00:23:48: Eine Verpackung für ein technisches Produkt ist vielleicht nie so schwierig und direkt Nachhaltigkeit im Sinne von Energie verbräuchern, da kann man jetzt nie pauschal sagen das eine oder das andere ist nachhaltiger sondern es hängt tatsächlich rein an der Funktionserfüllung.
00:24:04: Und da diesbezüglich, dann muss man wirklich schauen wie viel Menge eines Materials mit welchem ganz konkreten Material auf welchem Weg ist das produziert worden.
00:24:11: Dann kann man da eine Ökobilanz aufstellen und sich anschauen, wie die Wege sind.
00:24:16: Und dann hängt es wie ich es vorhin schon einleitend gesagt hatte davon ab wenn Ich das Produkt sehr gut und sehr zielgerichtet und treffsicher schütze Mit dem minimalen mit der minimalen Menge an Material dann kannst sowohl mal das Papier sein was besser geeignet ist als auch ne ganz dünne Folie.
00:24:32: Heißt, die beste Verpackung gibt's vermutlich gar nicht.
00:24:36: Nein das ist ein ganz klares nein.
00:24:39: Das kann man tatsächlich mit diesem Wort beschreiben.
00:24:41: Aber ja vielleicht zukünftig.
00:24:43: an welchen neuen Materialien und Technologien wird denn gerade gearbeitet?
00:24:48: Da sind natürlich schon ganz spannendes Thema.
00:24:49: da bin ich immer gerne bereit was dazu zu sagen.
00:24:52: Das ist ja sowohl als auch.
00:24:53: Also bei den Folien wird natürlich zu aller nächstem Mal daran gearbeitet, andere Cycling-Technologien.
00:24:59: Da sind meine Kollegen in Freising beispielsweise ein Beispiel von einigen anderen die sich unterbranchen natürlich auch damit befassen an einem Verfahren in der Entwicklung beschäftigt was sich mit dem Lösemittel auseinandersetzt.
00:25:14: und das Lösemittel löst also ein Polymer auf und löst es aus dem sonstigen Verunreinigungsverbund heraus löst aber noch nicht die ganzen Polymerketten auf, sodass es also nicht wieder komplett auf das Einzelmolekül zurückbricht.
00:25:28: Sondern eben auch immer die Ketten erhält und dann kann man daraus wieder ein Kunststoff machen.
00:25:33: Das ist die Möglichkeit für Unreinigungen rauszutrennen.
00:25:35: Es ist ein Beispiel von vielen.
00:25:36: Also in dieser Richtung muss dringend entwickelt werden um hochwertige Rezyklate für Kunststoffanwendung zu generieren.
00:25:44: Denn diese Rezykrate werden jetzt ja gefordert durch die PPWR.
00:25:49: Da gibt es ganz klar festgelegte Quoten.
00:25:52: Zunächst mal, wie lange es dann Übergangsfristen geben mag, sei man da hingestellt.
00:25:56: aber der Weg ist beschritten das Rezyklate eingesetzt werden und dann muss man sich sowohl in der Folienherstellung als auch in der Generierung eines Rezykrates damit auseinandersetzen.
00:26:06: Man muss sich damit averseinandersätzen wie viel Aufwand das ist.
00:26:08: daran hängt ja ob es verkauft werden kann und ob das Recyklat ein Wert hat und ein Geschäftsmodell dahinter steht.
00:26:14: was dann funktioniert am Markt?
00:26:16: Das ist sicherlich eine echte Hürde.
00:26:19: Und danach muss auf den Verpackungsmaschinen mit eben genau diesem Material umgegangen werden.
00:26:24: Da haben wir in der Vergangenheit gelernt, dass je nachdem wie sie aufbereitet wurden ist die Rezyklat enthaltenen Materialien schon Schwankungen haben wo man in einer Maschine also eine Verpackungsmaschine da muss man drauf eingehen und das muss vielleicht auch die Maschine dann lernen.
00:26:40: Das ist das Schöne an diesem Thema.
00:26:42: was gleich mit dieser Deklaration diese Anteile zustande kommt, ist eigentlich eine Datenführung über diese Materialien.
00:26:51: Also das was an Daten und an Eigenschaften Und ein Inhaltsstoff in den Materialien ist Das wird jetzt nach und nach interessant.
00:26:59: dass als Daten Basis also als digitalen Produkt passt zum Beispiel der ist ja da häufig im Gespräch das gleich mitzuliefern.
00:27:07: und wenn das natürlich ne Anlage zukünftig kennen könnte Soweit sind wir noch nicht.
00:27:12: aber wenn sie das kennen könnte dann wäre sie möglicherweise in der Lage mit wissenschaftlichen Modellen bestückt zu werden und zu reagieren, uns sich einzurichten.
00:27:19: Also das ist schon ein bisschen vorgegriffener Blick in die Zukunft.
00:27:24: Und wenn ich mal in den Bereich Papier vielleicht dann nehme ich mir auch mal einen Beispiel raus Wenn ich da mal reinschaue Da sind es natürlich ganz dünne Barrieren.
00:27:32: Papier ist ja nur als solches.
00:27:34: Dann als Papier jetzt erstmal beschrieben laut PPWR, wenn er nicht mehr als fünf Prozent Fremdstoff am Papier haftet und da darfst du dann eben auch eine Beschichtung nicht mehr sein.
00:27:46: Ob die Definition so erhalten bleibt, mag mal dahingestellt sein.
00:27:50: Das muss man sicherlich nochmal überprüfen.
00:27:52: das ist jetzt dieser erste Entwurf aber der führt dazu dass ich wenn ich ein ganz dünnes Papier verwenden kann eben auch nur noch einen Hauch von nichts auf diesem Papier haben darf was eine Barriere dann praktisch eine barriere Funktion erfüllt oder eine Siegelfähigkeit also dass eine Verpackung in Beutel verschlossen werden kann wie wir das gewohnt sind.
00:28:15: Ein Papier kann eben nicht verdichtet werden, sondern da muss ich ein Werkzeug vielleicht vorm Konturtreu anschmiegen.
00:28:20: Und das sind so Beispiele wo Entwicklungen hingehen und wir schauen uns auch ganz unterschiedliche Siegelverfahren an.
00:28:25: man muss nicht mehr im Wärmekontakt zwingend siegeln.
00:28:28: Man kann sich bei Aluminium schichten und die sind ja auf Metallisierungen also auf ganz ganz ganz dünne Metallbeschichtung zurückgedrängt wurden ob man dann noch mit Induktionen arbeiten kann Also induktiv wie wir es von der Herdplatte kennen Praktisch Wärme zu erzeugen im Material, genau da wo die ganz dünne Siegelschicht ist und dann muss ich nicht durch den ganzen Isolator hindurch durchwärmen.
00:28:54: Das es aber noch nie ausentwickelt.
00:28:56: das sind Dinge die machen wir gerade in der Forschung überprüfen die ob sich das eignet.
00:29:01: Aber das sind natürlich auch umgreifende Schritte Die wie gesagt wieder eine Chance darstellen.
00:29:06: Und was Frau Binzer kann die Industrie denn jetzt tun, um die Kreislaufwirtschaft voranzubringen?
00:29:12: Wie wichtig ist hier die Zusammenarbeit zwischen Materialforschung, Maschinenbau und Recycling.
00:29:18: Ja genau!
00:29:19: Man muss ja sehen das Ganze als ein System.
00:29:24: Es ist nicht jeder Einzelnen für sich der vor sich hin entwickelt sondern auch hier in dem Thema ist es ganz wichtig, dass man vor allem die Zusammenarbeit stärkt.
00:29:37: Dass man, sag ich mal, die Grenzenmaschinenbau mit den Materialentwicklern und den Herstellern von den Packmitteln zusammen arbeitet.
00:29:49: weil wir haben ja gerade auch gehört wenn die Materialien geändert werden jetzt auch PPWR-konform Die Folien werden dünner, sie haben eine andere Zusammensetzung oder dann auch die faserbasierten Materialien wie auch Herr Hauptmann gesagt hat.
00:30:05: dann müssen die Maschinen angepasst werden.
00:30:08: Man kann sie nicht einfach da letztendlich wechseln und auf einmal faserbasierte Materialien drüber laufen lassen, also letztendlig die konstruktiv umgebaut werden damit auch weiterhin diese hohe Effizienz- und Qualität vor allem gewährleistet wird was auch gefordert wird.
00:30:29: Und daher ist es hier auch wichtig in letztendlich Netzwerken sich zusammenzuschließen, miteinander zu entwickeln oder auch in Forschungsprojekten ganz einfach auch zusammenzuarbeiten und über die Grenze hinauszudenken.
00:30:44: Also was wir zum Beispiel auch sehen, was die PPWR ist nicht nur ein Regularien- oder Bürokratievorgeber sondern sie bringt ganz klar auch einen Innovationen oder Innovationsbooster.
00:30:57: also wir sehen auch im Maschinenbau entwickeln sich neue Geschäftsfelder.
00:31:03: Das werden nicht nur die Maschinen entwickelt, sondern auf einmal werden auch neue Materialien entwickelt oder das wird Kompetenz aufgebaut in dem Thema Verpackungsentwickler, die jetzt in die Maschin war unternehmen kommen und auch Beratungen angeboten für sage ich mal die Hersteller von Lebensmitteln, von Nahrungsmitteln.
00:31:24: Also, ich denke hier gibt es aber auf jeden Fall auch noch eine Menge zu tun gestehen da erst am Anfang und müssen ja auch Initiativen ergreifen.
00:31:33: Und das auch aus dem VdMA, aus dem Maschinenbau.
00:31:37: Wollen Sie ergänzen Hauptmann?
00:31:39: Ja Frau Binzer, da haben sie mir eigentlich aus dem Herzen gesprochen.
00:31:42: Da nehme ich genauso die Strömungen wahr dass sich in der Industrie tatsächlich schon Netzwerke gebildet haben, die zwischen Maschinbau den Markenartikelern stattfinden.
00:31:53: Gleichzeitig gibt es aber Forschungsnetzwerke, die sich formieren wie beispielsweise das Zentrum für zirkuläre Verpackungstechnologien und Systeme hier in Dresden was im Grunde die Kompetenz der Papierherstellung, der Fasertechnologie, der Barrierebeschichtung mit der Verarbeitung und allem was dazu gehört bis eigentlich zum Verpackungsprodukt zusammenbringt.
00:32:14: Und dann im Idealfall diese Forschungskapazitäten direkt an die Bedarfe der Industrie-Netzwerke angeliedert.
00:32:22: Diese Verbindung, die wünsche ich mir eigentlich für die
00:32:23: Zukunft.".
00:32:25: Dann lassen Sie uns abschließend nochmal in die Zukunft schauen!
00:32:28: Sie haben es gerade schon getan – ganz kurz Herr Hauptmann!
00:32:31: Die Frage an sie beide jetzt… Welche Verpackungstrends wird's denn die nächsten Jahre geben?
00:32:36: Sagen wir mal, ja, die nächsten fünf Jahre.
00:32:39: Welche werden da prägend sein?
00:32:40: Was glauben Sie?
00:32:42: Ja, das ist eine schöne Frage.
00:32:44: Also ich bin ziemlich sicher dass noch viel Verpackungslösungen jetzt überarbeitet werden wenn zunächst mal der erste Schock dieser PPWR Konformitätsarbeit zu Ende ist.
00:32:57: Das ist natürlich erstmal ne organisatorische Aufgabe das alles auszufüllen und alles zu deklarieren.
00:33:02: aber dann läuft die Zeit ja in Richtung Regelungen.
00:33:07: auch wirklich scharf geschalten sind, unter anderem eben die zehn Prozent Rezyklarkode für Kunststoffe in kontaktsensitiven Bereich.
00:33:15: Ich denke da wären viele Verpackungslösung hinterfragt und dann stellt man natürlich auch erst mal die Frage ist es nicht möglich das aus Papier herzustellen?
00:33:23: Und diesen Papierstrom dann in die Alpapierfabriken zu bringen ist dann die nächste Herausforderung.
00:33:27: aber diese sogenannte Paperization, die wir am Markt jetzt schon wahrnehmen, die auch schon diskutiert wird.
00:33:34: Ich glaube, das ist nicht eine kurzfristige Sache um jetzt den Schock der Regularien aus der PPWR zu überwinden sondern das wird noch richtig Entwicklungsarbeit auch im Maschinenbau nach sich ziehen.
00:33:46: Das sieht man schon.
00:33:46: da gibt es Maschinbauer die ganz neue Lösungen erruhieren und erste Maschienen dafür bauen Und ich komme ja aus im Prinzip der Papierumformung und weiß, wie viele Forschungsansätze noch nicht berücksichtigt wurden sind.
00:34:01: Wie viele Ideen dazu auch noch nicht in Forschungsprojekten gelaufen sind.
00:34:06: also das bewegt sich in jedem Fall eine ganze Weile und dann können wir die nächsten fünf Jahre gut damit füllen.
00:34:10: Ich denke sogar länger.
00:34:12: Das kann ich in jeden Fall sagen aber auch im Bereich Einsatz des Rezyklates und sauberer Rezyklar Qualitäten der Kreisläufe gemeinsam mit den Recycler, das ist auch noch ein echter Knoten und ich glaube da gibt es aber schon Entwicklungspartnerschaften die zeigen in eine richtige Richtung.
00:34:30: Frau Binze?
00:34:30: Ja genau also ja perfektes.
00:34:33: Thema Materialienverpackung Herr Hauptmann da kann ich gar nichts hinzufügen.
00:34:39: Genau was ich aber da kurz ergänzen möchte Was ich denke auch ein wichtiger Trend ist das Thema Design for recycling.
00:34:47: oder Was heißt Trend?
00:34:49: Das ist ja auch schon, das ist ja nicht modern oder neu.
00:34:52: Es gibt es ja schon ganz lange aber dass man auch schon vorausschauend die Verpackung plant.
00:34:57: und dann auch das Thema Recyclingstrukturen.
00:35:00: also ich finde es nützen ja nichts die besten Verpackungen wenn ich jetzt zum Beispiel in Ländern auch wohne wo ich da wirklich die Möglichkeit habe das letztendlich dem Stoffstrom zuzuführen.
00:35:14: Also ich glaube da sind wir in Deutschland ziemlich gut ausgestattet, aber jeder kennt es auch aus dem Urlaub oder woanders.
00:35:22: Dass das da auch noch besser ausgebaut werden muss.
00:35:24: und dann um vielleicht auch nochmal weitergehen zu dürfen mit dem Ausblick in die Zukunft jetzt auch nochmal aus einem Maschinenbau heraus so ich hatte es ja auch anfangs schon gesagt Verpackungsmaschinen Bau ist wirklich heitisch verarbeitete Verarbeitungstechnologien hier gibt's auch einige Trends hier tut sich auch einiges wie Bei den Maschinen Stichwort Smart Manufacturing, das Thema KI findet hier auch immer mehr Einzug.
00:35:52: Roboter-Technologien – letztendlich wo manuelle Tätigkeiten auch immer wegfallen.
00:35:57: Assistenzsysteme die KI gestützt sind um den Arbeiter an der Maschine direkt zu unterstützen und eine gewisse Ressourceneffizienz erlangen.
00:36:09: Weil das ist natürlich auch, wenn wir auch beim Thema Nachhaltigkeitsinn nicht nur Nachhaltigkeit der Verpackung sondern auch Einsparungen von Energie-, Wasser- oder auch Reinigungsmittel was ja auch bei den Verpackungsmaschinen oft sehr stark viel genutzt wird.
00:36:25: Oder in der Lebensmittelherstellung und auch dieses ganze Thema Daten wie nutze ich die Daten um da letztendlich auch neue Geschäftsmodelle entwickeln zu können?
00:36:39: Auch ein Thema, was man vielleicht oft weniger hört.
00:36:41: Aber dann ist hier Future Skills.
00:36:45: Wo geht es hin?
00:36:46: Welche Kernkompetenzen werden die Maschinenbauer aber auch die Fachkräfte in Zukunft benötigen um auch hier gerade auch was der europäische Maschinbau angeht weiter bestehen zu können im internationalen Wettbewerb der auch immer härter wird?
00:37:00: Flexibilität und Lernfähigkeit Offenheit gegenüber neuen Technologien Und da müssen wir auch Gas geben und uns auch kümmern, vor allem auch jeden Nachwuchs in den Bereich holen.
00:37:12: Und dass sie das interessant finden!
00:37:14: Und dort lernen, studieren – genau.
00:37:17: Zum Thema Trends und Zukunft.
00:37:19: ja gerade diese Themen, die wir gerade gehört haben von Herrn Hauptmann, die ich eben genannt habe... Das sind auch die sogenannten Hot Topics unserer Weltleitmesse Interpak, die vom siebten bis dreizehnten Mai in Düsseldorf stattfindet diese Themen eine große Rolle spielen und da letztendlich auch in die Zukunft geblickt wird, geschaut wird.
00:37:42: Und gerade auch auf dem VDMA-Stand das Thema bespielt wird unter anderem auch vom Herrn Hauptmann von Frauenhofer IVV sehen wir da einige Exponate bei uns auf dem Stand.
00:37:55: Ich glaube, wir haben alle eins verstanden.
00:37:57: Definitiv nach diesem Podcast Verpackung ist alles andere als ein Randthema.
00:38:01: Verpacking ist unverzichtbar für unsere Versorgung gleichzeitig aber auch ein echter Balanceakt zwischen Produktschutznachhaltigkeit und technischen Anforderungen.
00:38:11: Und genau hier spielt der Maschinenbau eine entscheidende Rolle, vor allem wenn es um neue Materialien-, Recyclingfähigkeit- und effiziente Prozesse geht!
00:38:20: Vielen Dank an Judith Binzer vom VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen & Verpackungsmaschienen und Prof.
00:38:26: Dr.
00:38:26: Marik Hauptmann von Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV.
00:38:31: Danke schön!
00:38:32: Mehr Infos zum Thema finden Sie unter vdma.eu Und damit Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhöre ab jetzt keine einzige Folge des Podcasts mehr verpassen.
00:38:42: Einfach auf abonnieren klicken.
00:38:44: Hören können sie uns bei Spotify, Apple-Podcast, Google-Pod Cast und PottyG.
00:38:49: Danke fürs Zuhören!
00:38:50: Bis zum nächsten Mal.
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