Wasserresilienz als gemeinsame Zukunftsaufgabe

Shownotes

Hitze, Dürre und Wasserstress zeigen: Auch Europa muss seinen Umgang mit Wasser neu denken. Doch was bedeutet Wasserresilienz konkret - und welche Rolle kann die Industrie dabei spielen? In dieser Folge des Industrie Podcast des VDMA geht es darum, wie Wasser effizienter, intelligenter und nachhaltiger genutzt werden kann. Julia Roshan Moniri, Leiterin Public Affairs Sanitärtechnik und -design im VDMA, zeigt, welche Potenziale moderne Technologien bieten - etwa im Gebäudebereich, wo rund 36 Prozent des Trinkwassers für Baden, Duschen und Körperpflege verwendet werden. Rebecca Weigold, Leitung Corporate Sustainability & ESG bei hansgrohe, erklärt, warum Wasser längst mehr ist als eine Frage des Verbrauchs: Dürreperioden und Niedrigwasser können Produktionsstandorte, Transportwege und Lieferketten beeinträchtigen. Wasser wird damit zu einem strategischen Faktor für Resilienz und Versorgungssicherheit. Eine Folge über technologische Lösungen, unternehmerische Verantwortung und die Frage, wie wir unsere wichtigste Ressource zukunftssicher machen.

Produktion: New Media Art Pictures

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00:00:04: Wasser kommt aus dem Hahn, jederzeit zuverlässig und in bester Qualität.

00:00:15: So kennen wir es – so selbstverständlich behandeln wir's meistens auch!

00:00:19: Doch genau diese Selbstverständlichkeit kreht zunehmend ins Wanken.

00:00:25: Dürre und Wasserstress zeigen, auch in Europa müssen wir uns die Frage stellen wie wir künftig mit einer unserer wichtigsten Ressourcen umgehen.

00:00:33: Und dabei fällt immer häufiger ein Begriff nämlich Wasseresilienz.

00:00:38: Gemeint ist damit die Fähigkeit unsere Wasserversorgung auch unter schwiegerigeren Bedingungen langfristig zu sichern indem wir wassereffizienter intelligenter und nachhaltiger nutzen.

00:00:50: Aber was heißt das jetzt ganz konkret?

00:00:52: Wo liegen die größten Hebeln, was kann moderne Sanitärtechnik hier leisten und welche Rahmenbedingungen braucht es aus der Politik.

00:01:00: Darüber spreche ich heute mit zwei Expertinnen im Industrie-Podcast des VDMA – mit Rebecca Weigoldt, sie leitet bei Hans Grohl den Bereich Corporate Sustainability and Environment Social Governance kurz ESG.

00:01:15: Hallo!

00:01:18: Gerne.

00:01:19: Und mit dabei ist Julia Roshan Muniri, sie ist Leiterin Public Affairs Sanitärtechnik und Design beim VLMA.

00:01:26: auch an Sie Hallo!

00:01:27: Vielen Dank für die Einladung!

00:01:28: Gerne!

00:01:29: Mein Name ist Steffi Burmeister und ich freue mich dass Sie da bei sind und wir steigen direkt ein Frau Muniri.

00:01:36: Die Hitze und Dürre des Sommers, zwei tausend sechsundzwanzig haben auf jeden Fall gezeigt die ständige Verfügbarkeit von Wasser kann auch bei uns nicht länger als selbstverständlich betrachtet werden.

00:01:46: Und vermutlich war dieser Sommer ja keine Ausnahme.

00:01:49: Warum müssen wir unseren Umgang mit Wasser gerade jetzt neu denken?

00:01:53: Ja, Sie haben völlig recht!

00:01:54: Wasser ist die zentrale Ressource für alles.

00:01:57: und um die Frage zu beantworten können wir uns mal versuchen vorzustellen wie viel Wasser wir eigentlich... Verbrauchen, wie intensiv wir mit der Ressource umgehen.

00:02:08: In der EU verbrauchen oder entnehmen wir im Jahr zweihundert Milliarden Kubikmeter Wasser.

00:02:13: Das sind ungefähr viermal der Bodensee?

00:02:17: Oder achtzig Millionen olympische Schwimmbäcken?

00:02:19: Also je nachdem wo sie sich im Sommer lieber aufhalten können Sie sich vielleicht ein bisschen visualisieren, wie viel Wasser wir entnehmen in der EU für Energie, Landwirtschaft, Industrie und auch Haushalt über die wir ja heute intensiver reden werden.

00:02:30: Was verändert sich nun?

00:02:31: Es kommen klimatische Bedingungen auf diese Bedarfe zu, auf die sektoralen Bedarfen.

00:02:37: Ein Drittel der EU-Bevölkerung ist bereits jetzt zeitweise mit Wasserknappheit betroffen.

00:02:42: Das hat die Europäisch Umweltagentur schon vor drei Jahren festgestellt und Europa erwärmt sich schneller als jeder andere Kontinent.

00:02:49: Dürre Trockenheit auf der einen Seite und wie wir erfahren haben Starkkriegen, Überschämungen auf der anderen.

00:02:54: Wie Sie gesagt haben Wann, wo und wie viel Wasser verfügbar ist wird immer weniger verlässlich zu bestimmen und deshalb wird Wasser zu der strategischen Ressource überhaupt.

00:03:03: Und wir müssen uns überlegen, wie wir die Wassernutzung desindenter gestalten können – widerstandsfähiger, effizienter?

00:03:09: Und je gute Nachricht es ist, die Industrie hat dazu schon gut innoviert und es gibt viel Technologien, die genau die Antworten auf die Herausforderungen der Zeit zum Thema geben

00:03:18: können.".

00:03:19: Wenn wir jetzt mal auf die Lösungsseite schauen, welche Potenziale bietet denn gerade der Gebäudebereich für den resilienteren Umgang mit Wasser und welche Rolle spielt da bei der VDMA Sanitärtechnik und Design?

00:03:32: Ja gute Frage.

00:03:33: Da gehen wir doch am besten alle gemeinsam in unsere Badezimmer und erlaufen diese ein bisschen ab Denn dort wird im Wohngebäude am meisten Wasser verwendet Und scheinen uns zwar die Dusche Als beliebter Start in den Tag, ist das Trinkwasser im Bohnengebäude für Badenduschen und Kaperpflege verwendet.

00:03:51: Wenn Sie eine alte Duschbrause zum Beispiel hängen haben, dann verbrauchen sie zwölf bis fünf Liter pro Minute durch die.

00:03:57: Eine moderne Duschrause kann durch moderne Strahlentechnologie sechs bis acht Liter pro minute, das auch ungefähr der EU-Taxonomiedurchschnitt.

00:04:04: verbrauchen.

00:04:05: Das heißt, sie haben einen großen Effizienzhebel ohne großen Komfortverlust.

00:04:10: Genau so beim Waschtisch haben Sie eine Amatur drin stecken.

00:04:12: die hat ein versteckten Perlator oder Mengenregler drin.

00:04:16: das reduziert die Durchflussmenge also den Wasser Volumenstrom auch hier Effizenz ohne dass wir unser Verhalten ändern müssen.

00:04:23: das macht die Technologie für uns.

00:04:26: Die Toilette, das kennen Sie auch.

00:04:28: Die zwei Mengenspülung ist eine sehr gute Erfindung um Wasser einzusparen, denn siebenundzwanzig Prozent des Trinkwassers im Wohngebäude geht auf die Toilettenspülung und diese drei Bereiche sind schon fast zwei Drittel des wasserverbrauchsten Gebäudes so dass hier diverse Technologien Effizienzpotenziale bieten.

00:04:47: Und das ist nur vor der Wand.

00:04:48: hinter der Wand die gesamte Installationstechnik der sanitären Industrie, die dafür sorgt, dass Effizienz und Trinkwasserhygiene vereinbar ist.

00:04:56: Denn immer weniger Wasser geht nicht so einfach.

00:04:58: Es muss natürlich auch sichergestellt werden, dass die Trinkwasserhygienne eingehalten wird, dass sie gehalten wird.

00:05:04: vor allem bei Temperatur anstiegen wie wir es jetzt in den Hitzewellen haben wenn Stagnations- und Ligenellengefahr droht sind das Rohrführungen, Monitoring, automatisierte Spülung, die hier für Sicherheit sorgen.

00:05:15: Und zuletzt würde ich auch sagen was zur Aufbereitung und Wetterverwendung um Trinkwasser aber darf zu reduzieren, Gebäude resilienter zu gestalten.

00:05:23: Das sind quasi die vier Bereiche, die wir auch im VdMA Sanitärtechnik und Design abbilden von Armaturen und Brausen zur Installation und Aufbereitung und diese Potenziale gegenüber der Politik bekannt zu machen und deutlich zu machen.

00:05:36: Das ist eine Aufgabe und diese Technologien quasi für Wasserresilienz in die Umsetzung zu

00:05:42: bringen.".

00:05:43: Und darauf gehen wir natürlich in diesem Podcast noch ein.

00:05:46: Frau Weigold, Sie verantworten wie schon gesagt bei Hans Grohe die Umweltsozial- und Governance Themen, die in der Fachwelt auch kurz als ESG bezeichnet werden.

00:05:56: Nachhaltigkeit spielt heute eine zentrale Rolle bei erfolgreichen Unternehmensstrategien.

00:06:03: Wie sieht es da mit der Ressource Wasser aus?

00:06:05: Welche Rolle spielt Wasser bei?

00:06:07: Hans.

00:06:08: Tatsächlich dreht sich bei Hans Gräu eigentlich jeden Tag alles um Wasser.

00:06:13: Wir stellen ja Produkte für Bader, aber auch die Küche her und da ist das natürlich die zentrale Ressource.

00:06:18: Aber wenn wir mal zurückblicken – wir wurden in den letzten Jahrhundert eins gegründet – dann sahen die Bader noch ganz anders aus als er gab es gar keine Bader für die breite Bevölkerung.

00:06:26: Man hatte so ein Große!

00:06:28: Badewanne oder so ein Waschzubau und dann wurde das einmal in der Woche erhitzt.

00:06:32: Und alle sind in der Familie, in diese gleiche Badewasser reingegangen.

00:06:36: Das waren ja noch ganz andere Situationsumstände wie wir sie heute kennen, wo eigentlich jedes Haus einen, zwei sogar mehrere Bäder hat.

00:06:43: Wir quasi auch mit unseren Produkten die Menschen im alltäglichen Moment begleiten beim Händewaschen, beim Kochen, dem Duschen.

00:06:50: Also das Thema Wasser ist selbstverständlich im Alltag für ganz vielen Leuten zumindest im globalen Norden verfügbar.

00:06:58: Was ich dazu aber sagen muss, Wasser alleine ist mittlerweile zu kurz gedacht.

00:07:03: Auch speziell beim Duschen haben wir diesen Merklang zwischen Wasser, Energie und dann auch Emissionen.

00:07:10: Denn wenn wir so ein Produkt

00:07:12: z.B.,

00:07:12: eine Handbrause mal anschauen, stellen wir fest das die eigentlichen Umweltwirkungen.

00:07:17: In der Nutzungsphase, beim Kunden liegen.

00:07:19: neunneinzig Prozent von diesen Umweltwirkungen entstehen in diesen vielen Jahren des Duschens.

00:07:24: Beim Kunden zu Hause im Badezimmer weil da einfach extrem viel Warmwasser benötigt wird und das Warmwasser wird heute leider noch sehr häufig mit Hussienenergie erhältst also z.B.

00:07:34: Gas oder Heizöl und das führt dazu dass wir auch wirklich diese Verbindung haben zwischen Wasser und Energie und ich glaube das ist das was auch in Zukunft uns und auch in diesem Gespräch noch ein bisschen beschäftigen wird.

00:07:46: Aber Fazit, auch heute noch jeden Tag das Thema Wasser ist – das zentrale Bestandteil unserer Unternehmensgeschichte, unseres Markenversprechens aber auch die Grundlage unseres Geschäftes.

00:07:58: Wenn wir jetzt mal einen Blick hinter die Kulissen werfen bei Ihnen aus der Perspektive der Corporates Sustainability wie gehen Sie als Unternehmen selbst mit der Ressource Wasser um?

00:08:08: Ich denke, in vielen Unternehmen stand beim Thema Wasser vor allem ein Thema im Mittelpunkt.

00:08:13: Nämlich den Verbrauch zu reduzieren, effizienter zu sein und das ist auch bei uns der Fall.

00:08:18: wir haben ja Produktionswerke, wir haben Prozesse wie zum Beispiel Oberflächenbehandlungen, Reitigungsprozesse.

00:08:24: die sind natürlich auch wasserkonsumierend und deshalb sind mir stolz darauf dass wir auch wirklich schon super Erfolge haben Wasserkreisläufe zu schließen, Wasser mehrfach zu nutzen und somit einfach auch effizienter mit dieser wertvollen Ressource umzugehen.

00:08:37: meiner Meinung nach, und das denken wir auch in unserem gesamten Team ist aber dieser Wasserverbrauch sehr kurz gedacht.

00:08:44: Denn Wasser ist mittlerweile wirklich ein strategischer Standort- und Resilienzfaktor geworden.

00:08:50: Schauen wir uns das mal an!

00:08:52: Wir hatten gerade schon gehört diesen Sommer gab es super viele Dürreperioden Wir hatten Niedrigwasser, also auch die Pegelstände von großen Flüssen wie beispielsweise dem Rhein haben wirklich auch Transportrouten beeinträchtigt.

00:09:06: Die ganze Logistik hat sich da umorientieren müssen.

00:09:09: Es hat eigentlich wirklich Einflüsse auf Produktionsnetzwerke gegeben.

00:09:13: Also ganz Lieferketten waren da in Mitleidenschaft gezogen und das zeigt eigentlich auch wirklich dass Wasser nicht nur Produktionsstandort ist sondern auch Lieferketten stark beeinträchtigen kann.

00:09:26: Aus diesem Grund haben wir beispielsweise eine Wasserrisikoanalyse durchgeführt für unsere Standorte, haben genau geschaut an welchem Standort haben wir denn vielleicht die Bedingungen eines Wasserstressgebietes?

00:09:36: Wo haben wir den Themen zur Wasserverfügbarkeit oder auch Wasserqualität aber das gleiche auch für uns Releferanten gemacht?

00:09:42: weil es ist ja genauso wichtig dass dort alles stabil und Risikoarm abläuft.

00:09:48: Und mit diesen Erkenntnissen können wir nun jetzt klarer sehen wie Stück weit auch wir von Wasser abhängig sind und welche Wechselwirkungen mit dem Medium- und der Ressourcewasser haben.

00:09:58: Und ich glaube, das ist ein zentrales Fazit nicht nur den Wasserverbrauch in seinen eigenen Standorten anzuschauen als Unternehmen sondern wirklich den Faktor Wasser als Resilienz aber auch als Versorgungssicherheitselement in künftige Entscheidungen einzubeziehen.

00:10:14: Frau Monier, Sie haben jetzt schon einige Dinge genannt?

00:10:16: Auch Technik... die gemacht werden können, um den Wasserverbrauch nachhaltiger zu gestalten und die Versorgungssicherheit zu stärken.

00:10:24: Was fällt Ihnen noch ein?

00:10:25: Wie kann die Sanitärindustrie noch mehr unterstützen?

00:10:29: Also

00:10:29: ich würde es vielleicht nochmal in so drei Themenbereiche einteilen, unabhängig jetzt von den einzelnen Technologien.

00:10:36: Wassereffizient, also Wassereffizienz, Wasserwiederverwendung und Wasseraufbereitung sowie intelligentes Wassermanagement.

00:10:43: Wasser-Effiziens, wenn wir das einfach mal ergemein formulieren bedeutet den gleichen Nutzen mit weniger Wasser zu erreichen, also unnötigen Verbrauch und Verluste zu vermeiden ohne dabei Funktionen oder Hygienezupe einträchtigen.

00:10:55: Das können moderne sanitären Installationstechnik und da ist ein großer Hebelwasser Effizienz auch Nummer eins Privo in der EU-Politik Moment.

00:11:04: Wasserwiederverwendung als zweiter Bereich denn die Frage braucht mir wirklich überall Trinkwasserqualität im Gebäude?

00:11:10: müssen wir unsere Toiletten wirklich mit Trinkwasserspülen?

00:11:14: Grauwasseraufbereitung, Regenwassernutzung – auch hierfür bietet die Industrie Antworten um den Trinkwasserbedarf zu reduzieren.

00:11:23: Und intelligentes Wassermanagement vielleicht als dritten Bereich?

00:11:26: Da kommt hier die Digitalisierung rein!

00:11:28: Wir müssen immer mehr dafür sorgen dass wir unsere Verbräuchertransparent machen, Wasserströme gezielter steuern.

00:11:35: und was ja auch reinfallen kann ist das Thema Leckagen.

00:11:38: also leckagen sind ein Riesend Verursacher mit Wassermengenverluste, zudem große Schäden an Gebäuden und Lekateschutz im Gebäudefeld.

00:11:45: Auch zum Beispiel ganz stark in das intelligente Wassermanagement für mich.

00:11:49: Also Wassereffizienz-Wasserwiederverwendung und Aufbereitung und intelligentes Wassermanishment vielleicht als Bereiche wie die Sanitärindustrie zu mehr Wasserresilience am Gebäudesektor beitragen

00:12:00: kann.".

00:12:01: Nachhaltigkeit wird bei ganz vielen mit zusätzlichen Kosten verbunden?

00:12:05: Das ist glaube ich... in den Kopf und einfach so manifestiert.

00:12:09: Lässt sich dann eher bei mehr Wassereffizienz im Gebäudebereich auch wirtschaftlich sinnvoll umsetzen?

00:12:14: Ja, definitiv!

00:12:15: Und das ist ja auch wichtig, denn wir wollen das Bauen hier nicht verteuern.

00:12:19: Rebecca Weigold hatte schon erwähnt mit wasserspahnden Amaturen und Brausen – mit wassereffizienter sanitären Installationstechnik lässt sich Wasser sparen.

00:12:27: Das heißt man spart Wasserkosten und Abwasserkosten.

00:12:31: Aber es lässt sich auch Energie sparen, weil weniger Kaltwasser erwärmt werden muss für das Warmwasser, dass man einspart.

00:12:37: Das heißt wir haben eine dreifache Einsperrwirkung und diese Technologien die auch einen geringen Investitionsaufwand mit sich bringen sind relativ schnell refinanziert.

00:12:47: Es gibt ne ganz spannende Studie vom ITG Dresden Die die Einsparpotenziale von nur Wassersparnamatone und Brausen auf bis zu sechs Prozent Primänergie im Gebäude berechnet.

00:12:58: Und das zeigt meiner Meinung nach schon vor allem in Zeiten, indem wir nach sozialverträglichen, nach bezahlbaren Klimaschutzmaßnahmen, wenn man nach Resilienzfaktoren sucht.

00:13:08: Die Bezahlbar sind heutzutage und kommen an der Sanitärindustrie nicht

00:13:11: vorbei.".

00:13:12: Ich kann es auch nur unterstützen.

00:13:13: also wenn ich jetzt mal ganz konkret an die Dusche denke, so eine Handbrause, die kann man schon schnell einfach mal wechseln und auf ein wassersparenderes Produkt einfach tatsächlich zwitschen... ohne Probleme möglich.

00:13:26: Und ich würde sagen, so Roundabout für so ein viel Personhaushalt in Deutschland kann man schon mit einem wassersparnenden Produkt von Einsparungen von mehreren hundert Euro bis zu über tausend Euro pro Jahr rechnen.

00:13:39: also das lohnt sich auf jeden Fall das zu machen.

00:13:41: Also die Investition hat man nach wenigen Monaten wieder zurück.

00:13:46: Das passt gut.

00:13:47: Was allerdings eigentlich das Thema dahinter ist Die Herausforderung dass gar kein Gefühl für Wasserverbrauch hat.

00:13:56: Also man steht unter der Dusche, man genießt das wohligbare Gefühl aber man weiß gar nicht wie viel Wasser kommt da dann jetzt auf mich herunter?

00:14:03: Was konsumiere ich denn da aktuell?

00:14:04: was geht in den Abfluss verloren und man kann es eigentlich ganz schön machen.

00:14:09: mit zum Haushaltsexperiment, kann man einfach so ein zehn Liter einmal aufstellen in die Dusche einfach mal die Duschen anschalten und dann eine Minute mit der Stoppuhr stoppen Und wenn nach einer Minute der Eimer überquillt und das Wasser drüber läuft, dann soll ich mir wirklich Gedanken machen mal über ein wasserspanderes Produkt.

00:14:27: Das lohnt sich wirklich!

00:14:28: Denn so hat man gutes Gefühl auch wie viel Wasser brauche ich denn wirklich pro Minute?

00:14:34: Das ist so als Tipp um einfach mein Gefühl für meinen Wasserverbrauch in eine Dusche zu bekommen.

00:14:39: Wie übersetzt denn Hans Grohe ansonsten den Anspruch eines nachhaltigen Umgang mit Wasser in konkrete Innovationen und Produkte?

00:14:48: Ich glaube die Herausforderung ist, dass beim Thema Wassersparen ganz viele Menschen immer sofort an Verzicht denken.

00:14:55: Sie haben Angst, dass sie vielleicht nur so ein Tröpfel in Wasserstrahl haben oder das Shampoo nicht aus den Haaren gespült wird also einfach Sorge in den Köpfen der Menschen essen.

00:15:04: Ich möchte dabei wirklich meine Lanze für unsere Industrie brechen weil Wasserspanen das können wir und wir können es ohne Komfortverlust.

00:15:12: Wir haben wirklich tolle Möglichkeiten, dass der Kunde das nicht mal merkt.

00:15:17: Dass er aus dem Sparern-Produkt steht und hat ein tolles Duscherlebnis.

00:15:21: Ich mache mal so ein Beispiel woher das kommt was Innovation auch bedeutet denn wir haben beispielsweise einen Strahlabour und in diesem Strahlabor da wird getüftelt und dann wird sich mit Fragen beschäftigt die wahrscheinlich die meisten Menschen noch nicht mal im Kopf hatten, nämlich zum Beispiel wie sieht der perfekte Wassertropfen aus?

00:15:38: Wie sieht der ideale Wasserstrahl aus und in welchem Winkel musst du denn jetzt auf meine Haut treffen damit sie das möglichst angenehm anfühlen.

00:15:44: Das sind ja schon verrückte Fragen, die man sich darstellt.

00:15:47: Aber genau diese Fragen ermöglichen uns dann neue Technologien, neue Basterstrahlarten und neue Strahlformen zu entwickeln die aber auch effizienter sein können.

00:15:57: Oder auch die Thematik Acoustic Labor.

00:15:59: also wie hört sich denn so eine Dusche an?

00:16:02: Das kann nämlich auch.

00:16:03: in unterschiedlichen Ländern der Region gibt es da unterschiedliche Normen.

00:16:06: wenn man zum Beispiel im Hotel ist kennt man das vielleicht ein Gast nebendran duft dem anderen Zimmer.

00:16:10: in manchen Ländern ist es lauter Gegendern ist es eher leise.

00:16:14: Das ist auch alles normiert, also man sieht das einfach in diesem Wasserstrahl steckt so viel Innovationskraft und Geist dass man das auf gar keinen Fall nur schätzen darf.

00:16:24: Und daher auch mein Appell der Innovationsgrad liegt weniger im Wassersparen in unserer Industrie – das können wir alle!

00:16:31: Da muss sich keiner Sorgen drüber machen.

00:16:33: Der Innovationsgrat legt viel mehr darin diese Nachhaltigkeit mit diesem Komfort dem Duscherlebnis zu vereinen.

00:16:41: Frau Weigold, Hans Grohe engagiert sich aktiv im VDMA.

00:16:46: Wie ist es denn?

00:16:46: Welche Rolle spielten da der Dialog zwischen Unternehmenverbänden und Politik um Nachhaltigkeit und Innovation gemeinsam voranzubringen?

00:16:54: Wie sieht die Zusammenarbeit aus?

00:16:57: Viele Nachhaltigkeitsherausforderungen haben eine Gemeinsamkeit, sie enden nicht an dem Werkstor.

00:17:02: Sondern wir haben die gesamte Lieferkette, die da einfach mitspielen muss.

00:17:06: Es braucht halt die gesamten Branchen, die gemeinsam Hand in Hand gehen.

00:17:10: Und genau deshalb engagieren wir uns auch im VDMA, da sitzen Wettbewerber, Zulieferer, Brancheaktöre in einem Tisch und wir sprechen komplexkonform über aktuelle Herausforderungen.

00:17:22: Es ist wichtig dass diese nachhaltige Transformation gemeinsam dann auch bestritten wird weil wir brauchen Innovationen die ökologisch wirksam sind aber auch wirtschaftlich tragfähig und vor allem auch in der Praxis umsetzbar sind.

00:17:34: Das können wir halt am besten wenn wir wirklich verschiedene Perspektiven in der Diskussion gemeinsam besprechen und einbeziehen, um dann auch eine Idee oder ein Konzept zu entwickeln das funktionieren kann.

00:17:46: Und genau für uns als Branchenaktör ist es halt auch wichtig dass wir unsere eigenen Erfahrungen einbringen können aber genauso von den Ideen und Ansätzen von anderen unternehmen profitieren können die einfach mit uns in diesem Diskurs sitzen und dafür sind einfach solche Plattform wie beispielsweise die Arbeitskreise vom VDMA sehr hilfreich.

00:18:07: Ja, jetzt kann ein Unternehmen oder auch ein Verband die tollsten Ideen haben.

00:18:11: Wenn die politischen Rahmenbedingungen nicht stimmen wird es schwierig.

00:18:15: Frau Muniri wie gehen Sie denn mit politischem Interessenvertretung um bei diesem Thema?

00:18:21: Ja Politik ist ein sehr wichtiger Player Denn Innovation braucht politische Rahmenbedingerungen Um in die Breite getragen zu werden und gesehen zu werden Und darum ist es uns sehr wichtig, technisches Know-how und unsere politische Interessenvertretung möglichst früh einzubringen.

00:18:35: Nicht erst wenn eine Regmierung fertig ist oder wenn ein Entwurf da ist sondern schon vorher.

00:18:40: Dafür müssen wir immer schauen wo sind politische Fenster die identifizieren?

00:18:44: Wie können wir sie nutzen?

00:18:45: Ein Beispiel im Juli Window of Opportunity, wie man so gern sagt geöffnet als Ursula von der Leyen oder zur Kommissionspräsidentin gewählt wurde und in ihren politischen Leitlinien kommuniziert hat dass sie eine Wasserresilient-Strategie entwickeln möchte.

00:19:02: Und sogar eine Kommissarin in ihrer Kommission im Portfolio den Titel Wasser Resilienz gegeben hat, also wirklich auch in einer Person das Thema verankert hat.

00:19:15: Und da war uns klar, dass das Thema kommt.

00:19:17: wir müssen jetzt rein und was machen wir dann konkret?

00:19:19: Wir reden mit Unternehmen, schauen uns die Technologien an, die Potenziale bearbeitendes Aufdaten und Fakten basiert.

00:19:28: ganz wichtig!

00:19:29: Wir wollen die Politik beraten, wir wollen der Politik die Hebel der Technologie erklären Und ich schaue aber auch, was verhinderten bisher vielleicht eine Anwendung von der Technologie und welche Rahmenbedingungen bräuchten wir?

00:19:46: Beraten dann die Politik technisch oder vielleicht auch strategisch.

00:19:49: Bei der Wasserresilien-Strategie zum Beispiel war unser Hauptziel das Gebäude über eine Räume überhaupt im Scope vorkommen, dass sie nicht übersprungen werden.

00:19:59: Denn dann wären natürlich unsere Technologien als Wassereffiziente oder Wasserwiederverwendungstechnologien.

00:20:04: übersehen worden.

00:20:05: Das haben wir geschafft, das hat uns sehr gefreut.

00:20:07: die Wasserresilienstrategie wurde zwanzig, fünfundzwanzig veröffentlicht und wir waren sehr froh dass tatsächlich die bebauten Umwelt auch der Wasserenergienexus im Gebäude bei dem wir schon gesprochen haben in der Strategie vorkam.

00:20:20: Wenn eine Strategie veröffentlich wird dann beginnt ja oft erst die eigentliche Arbeit, die Detailarbeit.

00:20:27: wie sieht denn diese Phase genau aus?

00:20:30: Ist total richtig.

00:20:31: Also politische Interessenvertretung ist ein Ausdauersport und eine Strategie ist nicht das Ende, sondern einen Meilenstein wie man so schön sagt und die Umsetzung entscheidet oft über die tatsächliche Wirkung dieser politischen Papiere.

00:20:44: Ein Beispiel vielleicht auch anhand der Wassereswehren-Strategie da steht drinne dass die EU ihre Wassereffizienz bis zu zwanzig dreißig um mindestens zehn Prozent erhöhen soll als Ziel.

00:20:55: Was bedeutet das denn jetzt?

00:20:57: Was ist Wassereffizienz eigentlich definitorisch für die EU, wie bemessen wir die zehn Prozent, woran überhaupt.

00:21:05: Und genau deshalb wird anhand dieser Strategie gerade eine Wassereffizienzenmethodik erarbeitet und dass es dann auch unsere Aufgabe ist zu schauen wo wird sie eigentlich gerade erarbeitete.

00:21:15: Das ist ne Working Group der EU sich da fürs Bewerben reinzusetzen, mitzuarbeiten und unsere Potenziale auch hiermit zu geben.

00:21:24: Denn sonst kann es sein dass wir uns in der Strategie vielleicht erfolgreich eingebracht haben aber dann in der Methodik wieder rausfallen.

00:21:31: Wir sind sehr froh!

00:21:32: Wir haben uns da jetzt gut eingebracht.

00:21:33: die Methodik Die wandert demnächst zur EU-Kommission Und dann ist dann der nächste Schritt vorgesehen wo wir uns damit der Kommission austauschen und sich erstellen.

00:21:41: was macht?

00:21:41: Die Kommissionen mit der Methodika?

00:21:43: wie geht's hier weiter?

00:21:44: Also technische Expertise auf allen Ebenen einbringen, immer im Kontakt mit den Stakeholders bleiben und sicherstellen dass unsere Technologien und die Hebel wirklich auch berücksichtigt werden als Nachhaltigkeits-, als Effizienzpotenziale für Wasserresilienz.

00:22:03: Frau Weigold wenn wir uns in zehn Jahren jetzt hier wieder treffen würden Was würden Sie sich wünschen, worüber wir dann nicht mehr diskutieren müssen?

00:22:11: Oder anders gefragt was muss aus Ihrer Sicht bis dahin passieren das wir nicht über Wasserknappheit sondern über erfolgreiche Wasserresilienz sprechen.

00:22:21: Das ist eine sehr gute Frage!

00:22:24: Was mir tatsächlich sehr häufig auffällt es wenn wir auch medial oder in der Gesellschaft über das Thema Wasser sprechen dass wir das immer dann tun wenn es entweder an dem Wasser mangelt also zum Beispiel ein Hitze Perion und bei Dürrephasen oder wenn wir zu viel vom Wasser haben, zum Beispiel bei Starkriegen oder über Flutungen.

00:22:43: Dann sprechen wir ganz akut über Wasser.

00:22:47: aber was eigentlich relevant ist dass wir dieser kostbaren Ressource kontinuierlich Aufmerksamkeit schenken das wir sie schützen, dass wir feststellen welchen Wert sie eigentlich hat für uns als Lebensgrundlage aber auch als wirtschaftliche Grundlage.

00:23:04: Wir hatten zwar gesprochen, sie beeinflusst auch Lieferketten und ist ein Standort- und Resilienzfaktor.

00:23:09: Und das ist einfach eine ganz andere Perspektive die einfach nochmal zeigt – Wasser ist wertvoll für unseren Alltag, aber auch für Wirtschaften!

00:23:20: Ich hoffe einfach dass in zehn Jahren wenn wir uns hier wiedersehen nicht mehr darüber diskutieren müssen Was wir machen müssen, um Wasser zu schützen.

00:23:27: Sondern das, was passiert ist.

00:23:30: Welche Fortschritte wir hatten?

00:23:32: Das wäre wirklich ein Erfolg!

00:23:34: Kann ich mich nur anschließen... Also wenn man es rückschaut denke ich sieht man dass das Bewusstsein für die Bedeutung Wasser schon immer vorhanden war.

00:23:42: Ich will jetzt gar nicht mal ins alte Ägypten gehen aber ich weiß nicht ob sie sich erinnern.

00:23:47: Es gab auch vor zehn Jahren diese Bürgerbewegungen White to Water die ganz viele Unterschriften gesammelt hat, da ging es noch so im Wasser als Menschenrecht.

00:23:54: Dann kam diese Schlagwort EU-Bluediel auf die politische Tagesordnung vom Ausschuss.

00:24:00: und jetzt sind wir bei Wasserresilienz angekommen und fangen an Politik zu etablieren.

00:24:04: dazu war ein Wunsch wäre das wir schneller werden also dass wir schnell um pragmatisch politische Lösungen entwickeln können und natürlich die Technologien nicht übersehen werden die es schon gibt die jetzt schon Effizienzpotenziale heben könnten.

00:24:19: Und daher würde ich sagen, wenn wir Wasserresilienz in zehn Jahren wie Rebecca Weigold sagt nicht mehr als Krisenthema sehen sondern als etwas das sie beim Plan bauen und investieren ganz selbstverständlich mitdenken dann wäre ich schon zufrieden.

00:24:32: Was wir aus diesem Gespräch auf jeden Fall mitnehmen können, Wasser ist längst mehr als nur eine selbstverständliche Ressource.

00:24:39: Es wird zu einer echten Zukunftsfrage und Wasserresilienz kann nur dann gelingen wenn Technologie-, Industrie- und Politik gemeinsam an Lösungen arbeiten.

00:24:49: Vielen Dank Rebecca Weigold von Hans Grohe.

00:24:52: Danke auch!

00:24:53: Und Julia Ruschan Moniri vom VDMA für dieses spannende Gespräch und die spannenden Einblicke.

00:24:59: Sehr gerne vielen Dank

00:25:01: Und wenn Sie mehr zum Thema erfahren möchten, schauen Sie gerne auf vdma.eu vorbei und wenn Ihnen die Folge gefallen hat dann abonnieren sie gerne den Industrie-Podcast des VDMA.

00:25:11: Sie finden uns bei Spotify, Apple Podcasts und Podigy.

00:25:15: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge!

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